Die 12 wichtigsten Instrumente des Jazz

Jazzbands sind bekannt für ihre Blechblasinstrumente, wobei man die auch solo spielen kann. Weniger bekannte Instrumente des Jazz sind die Gitarre oder die Geige. Doch selbst der Jazz kommt nicht ohne das Piano aus.

Saxophon

Das Saxophon ist eines der modernen Instrumente des Jazz. Im Bild spielt Eric Marienthal.

Als das Saxophon im 19. Jahrhundert erfunden wurde, gab es noch kein Jazz. Der kam erst Anfang des 20. Jahrhunderts im Süden der USA auf.

 

Deshalb wurde das Saxophon anfangs nur in der klassischen Musik eingesetzt.

 

In den ersten Jahrzehnten des Jazz tauchte das Saxophon kaum auf. Klavier, Trompete (Louis Armstrong), Klarinette und Trommel sind die traditionellen Instrumente des Jazz. Durch Big Bands und Swing fand das Saxophon Verbreitung. Fletcher Hendersons Band verwendete bereits Alt- und Tenorsaxophons. Außerdem waren Coleman Hawkins und Johnny Hodges so erfolgreich, dass das Saxophon schnell mit dem Jazz verbunden wurde.

 

Heute ist das Saxophon eines der Instrumente, die den Jazz charakterisieren. Ein Jazz-Spieler nimmt sich da auch herausfordernde Sachen vor. Er muss sehr hohe, tiefe und schrille Töne spielen. Deshalb werden im Jazz Instrumente mit einem hohen Gradationswinkel verwendet.

 

Yanagisawa, Yamaha, Jupiter, Expression, Selmer, Thomann – das alles sind Instrumentenbauer, die auch Saxophone herstellen. Sie wissen, dass das Instrument in der klassischen Musik und in der Jazz Musik jeweils unterschiedlichen Ansprüchen genügen muss. Deshalb teilen sie ihre Instrumente auch in klassische Saxophone und Jazz-Saxophone ein.

 

Generell besitzt das Mundstück eines Jazz-Saxophons eine größere Kammer. Daher sind die Wände dünner, was wiederum den Klang des Instruments verändert.

Wichtige Jazz-Saxophonisten

Albert Ayler spielte Gospel und Blues. Er war für seinen rauen, rohen Stil bekannt.

 

Stanley Turrentine verband den Bop mit der Popmusik.

 

Der Hard-Bop-Musiker Sam Rivers spielte auf allen möglichen Blasinstrumenten, wie Flöte, Klarinette, Saxophon aber auch Klavier.

 

Charles Lloyd spielte in den 50ern Blues und ließ sich vom Rock inspirieren.

Keines der wichtigsten Instrumente des Jazz: Die Gitarre

Instrumente des Jazz: Da ist die Gitarre gar nicht so ungewöhnlich.

Die Gitarre dient im Jazz der harmonischen Unterstützung und wird nicht selten solo gespielt. Manchmal gibt sie auch den Takt an. Mit den meisten anderen Instrumenten kann man keine Akkorde spielen. Klavier und Gitarre sind dazu jedoch in der Lage.

 

Es gibt sogar ein Saiteninstrument speziell für den Jazz, die Jazz-Gitarre. Bekannte Hersteller sind Ibanez, Fender, Eastman und Gibson.

 

Die Jazzgitarre ist ein Hohlkörper-Modell. Zwar können wir sie zu den halbakustischen Gitarren zählen. Doch sie besitzt kein rundes Loch im Korpus unter den Saiten, wo der Spieler sie anschlägt. Stattdessen sind zwei F-förmige Schlitze in den Korpus geritzt. Die Größe der Schlitze bestimmt die Frequenz der Helmholtzresonanz.

 

Deshalb sieht sehen Jazzgitarren aus wie eine große Geige. Vor allem, wenn sie in ihren Naturfarben gehalten oder laminiert sind.

 

Die Idee mit dem kleinen f stammt vom Hersteller Gibson und ist etwas über 100 Jahre alt.

 

Viele anderen Instrumente des Jazz werden häufiger eingesetzt, und dennoch gibt es kein spezielles Modell für die Musikart.

 

Akustische Gitarren sind lauter, da sie ein Loch im Resonanzkörper haben und nicht bloß Schlitze. Jazzgitarren sind daher leiser. Semi-akustisch sind sie, da der Klang gegebenenfalls elektrisch verstärkt wird.

 

Boden und Decke des Resonanzkörpers sind beide gewölbt.

 

Jazzgitarren sind so gebaut, damit sie kräftig und harmonisch klingen, dann sind sie deutlich zu hören. Sie haben für gewöhnlich 6 Saiten. Sie werden nicht für rockigere Jazz-Stücke verwendet.

 

Vielleicht gäbe es ohne den Jazz gar keine E-Gitarren mehr?

 

Es gibt auch Bausätze für Jazzgitarren, ähnlich wie es Menschen gibt, die Instrumente aus Müll herstellen. Der Korpus und das Griffbrett ist dann aber schon fertig. Man muss aber den Steg und die Wirbel einbauen.

 

Jazz-Gitarrenspieler

Charlie Christian war der erste bekannte Jazz-Musiker, der auf einer E-Gitarre spielte.

 

Pat Metheny unterstützte die Schlagzeuger mit seiner Gitarre. Zum Beispiel im Titel Bright Size Life.

 

Emily Remler war ebenfall eine virtuose Gitarristin.

 

Auch Julian Lages Talent für die Jazz-Gitarre wurde früh entdeckt.

 

Und Norman Brown spielt solo auf seiner Gitarre.

 

Schlagzeug

Das Schlagzeug ist ebenfalls eines der Instrumente des Jazz.

Eines der ursprünglichen Instrumente des Jazz. Ohne das Schlagzeug hätte sich derJazz von Anfang an ziemlich chaotisch angehört, da niemand den Takt vorgegeben hätte.

 

Das Schlagzeug fand mit dem Jazz auch eine ganz neue Verwendung. Vorher gab es nur die Trommelmusik der Märsche sowie diejenige der afrikanischen Stämme. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam aber ein Instrument mitsamt Akkord-Instrumenten in eine neue Musikrichtung. Wobei sich Schlagzeuger von der Militärmusik beeinflussen ließen.

 

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es zwei Arten von Trommlern: Snare Drum-Spieler und Schlagzeuger.

 

Danach wurden die Instrumente verbessert und ihr Klang ertönte ausdrucksvoller. Außerdem war das Schlagzeug nicht nur noch zum Zusammenhalten des Stücks gedacht. So entwickelte sich eine Jazz-Musik, in der das Schlagzeug als gleichwertig gegenüber Klavier oder Trompete betrachtet wurde.

 

Mit dem Aufkommen von Rock´n´Roll und Rock gliederte sich das Schlagzeug noch in weiteren Musikstilen ein.

Instrumente des Jazz: Das sind wichtige Jazz-Schlagzeuger

Jeff Ballard arbeitete als Schlagzeuger mit dem Jazz-Pianisten Mehldau zusammen. Er spielt energetisch und dynamisch.

 

Eric Gravatt kann zahlreiche unterschiedliche Melodiearten spielen. Er spielte in Weather Report mit und bei McCoy Tyner.

 

Kaum einer kann die Rythmen nachmachen, die Tony Williams auf dem Musikinstrument spielte. Er war nicht nur Jazz-Musiker,

sondern auch Rocker.

 

Buddy Rich konnte als Solist schnell Schlagzeug spielen. Seine Spezialität war der Swing.

Violine: Eines der schwierigen Instrumente des Jazz?

In der klassischen Musik gilt die Geige als schwer spielbares Instrument. Die Töne müssen exakt aufeinander abgestimmt sein, ebenso das Klanggefühl und die Lautstärke. In anderen Musikrichtungen, wie arabischer Musik oder eben dem Jazz ist das ganz anders. Wer nur klassische Violinenmusik gewohnt ist, wird arabischer oder Jazz-Geigenmusik wohl zunächst ablehnend gegenüberstehen.

 

Viele Jazzmusiker haben sich das Spielen auf ihrem Instrument selber beigebracht. Das ist bei der Violine nicht so ohne weiteres möglich.

 

Vielleicht musste sich die Geige auch einen neuen Platz suchen, nachdem sie aus der Tanzmusik verdrängt war. Diese Lücke konnte durch den Jazz geschlossen werden. Und so erhöhte sich die Anzahl der Instrumente des Jazz um 1.

 

Der Jazz ist stark von afrikanischer Musik geprägt. Als Schwarze als Sklaven nach Nordamerika verschleppt wurden, legte man keinen Wert darauf, welchen Glauben sie besaßen. Die Islamisierung großer Teile Subsahara-Afrikas brachte Streichinstrumente in diese Region. Vielleicht ein Grund, weshalb die Geige seit den 1960ern doch noch Aufmerksamkeit im Jazz bekam.

 

Die viel zitierte „Jazz-Geige“ oder „Jazz-Violine“ gibt es übrigens nicht. Es gibt kein Streichinstrument, das speziell für den Jazz entwickelt wurde.

Diese Musiker spiel(t)en mit ihrer Geige in Jazz-Bands

Mark Feldman arbeitete seit den 80ern als Studiomusiker. Er spielte auch in Bands mit, wie dem Arcado String Trio. Auch im Duett trat Feldman auf, ebenso wie im Quartett mit John Abercombie.

 

Stephane Grappelli war einer der ersten Jazz-Geigenspieler. Seine Karriere wurde mit der wachsenden Beliebtheit der Geige im Jazz gerettet. Gleichzeitig waren die Musiker von Grappelli überzeugt, weshalb auch heute noch die Violine im Jazz zum Einsatz kommt.

 

Auch Jean-Luc Ponty war ein Geigenpionier. Als gebürtiger Europäer nimmt er auch westafrikanische Elemente in den Jazz auf.

 

Regina Carter interessierte sich als Geigenspielerin eigentlich nur für klassische Musik. Nach ihrem Studium kam sie allerdings mit der afrikanischen Funkmusik in Berührung und wurde in eine Band aufgenommen. Irgendwann hatte sie auch Auftritte mit dem String Trio of New York und anderen Jazz-Bands. Jetzt zählt sie zu den großen Stars der Jazz-Szene. Obwohl sie nur Violine spielt!

Regina Carter ist eine Jazz-Violinistin

Klavier: das wichtigste der Instrumente des Jazz?

Was wäre der Jazz ohne ein gutes Piano? Wobei sich Schlagzeug und Blasinstrumente mehr in den Vordergrund drängen, da sie so laut sind.

 

Das Klavier tritt in Ensembles auf, manche spielen es auch solo. Es gibt tatsächlich Jazz-Stücke, die alleine für das Klavier geschrieben sind.

 

In den Anfangsjahren des Jazz trat es zur Unterstützung der Trompetenspieler auf, um den Takt vorzugeben, ähnlich wie das Schlagzeug. Das war eine ziemlich leichte Aufgabe.

 

Für Jazzpianisten ist die Theorie des Swing-Rhythmus bedeutsam. In der klassischen Klaviermusik bleibt der Takt oft das ganze Stück hinweg gleich. Im Jazz hingegen findet viel öfter eine Taktänderung statt.

 

Auch in der Jazzwelt haben sich einige Musiker als Pianisten einen Namen gemacht. Wichtige Spieler waren Herzog Ellington, Max Holm, Bill Lee und Gery Allen.

Vibraphon-Musiker

Das Vibraphon hatte Glück, dass es in die wichtigeren Instrumente des Jazz aufgenommen wurde. Sonst wäre es gleich wieder ausgestorben.

 

Gary Burton war einer der bekanntesten Jazz-Vibraphonisten. Als Kind lernte er aber erst die bekannten Instrumente, wie Klavier oder Gitarre. Dann brachte er sich selbst das Vibraphon bei und trat bereits als 17-jähriger damit auf Jazz-Konzerten auf.

 

Lionel Hampton spielte ab 1930 auf Vibraphonen. Damals kam das Instrument erst zur Bekanntheit. Um 1930 herum lernte Hampton auch Benny Goodman und John Hammond kennen. Neben dem Vibraphon trat er auch auf dem Klavier und am Schlagzeug auf.

 

Joe Locke lernte als 8-jähriger Klavier und Schlagzeug. Mit 13 kam er mit dem Vibraphon in Berührung und war begeistert. Wenige Jahre später war er bereits ein erfolgreicher Jazz-Vibrationist. In New York traf er Anfang der 80er auf eine Reihe bekannter Jazz-Musiker.

 

Gary McFarland schrieb Jazz-Stücke, in denen das Klavier im Vordergrund stand. Wie viele andere brachte auch er sich das Vibraphon vollkommen selbst bei. Er legte mehr Wert auf die Melodien als auf das Geld und schrieb Stücke für Solisten. McFarland erlag mit 37 einem Herzinfarkt, da er zu viel Methadol eingenommen hatte.

 

Hier gibt es noch mehr Infos über das Vibraphon!

Trompete: Wirklich das älteste der Instrumente des Jazz?

Jazz-Musiker verwenden natürlich andere Techniken auf ihrer Trompete als Menschen, die Kastelruter Spatzen Musik oder Ernst Mosch-Lieder oder klassische Musik spielen.

 

Deshalb haben ihre Trompeten typischerweise Pumpventile anstatt Drehventile. Manche gebrauchen auch ein Trompetenmodell, bei dem die Rohre enger beieinander sind.

 

Jazz-Trompetenspieler bewegen beim Spielen manchmal die Zunge auf und ab, was ein Trillerähnliches Geräusch ergibt. Wobei das eigentlich eine falsche Bezeichnung ist, da ein Triller aus verschiedenen Tonhöhen besteht.

 

Manchmal werden die Ventile absichtlich nicht ganz zugedrückt („smear“).

 

In einigen Jazz-Stücken ist ein schreiendes Trompetengeräusch zu hören, das durch die höchsten Töne erzeugt wird.

 

Die Trompete also ist eines der Instrumente des Jazz, dem eine ganz besondere Rolle zukommt.

 

Viele Jazztrompeter haben ihre ganz eigene Spielweise, die sie in jedem Song anwenden. Vielleicht hast du einen Lieblings-Jazztrompeter? Dann lass dich doch von dieser Person beeinflussen, wenn du Trompete lernen willst.

 

Ein wichtiger Jazz-Trompeter war Bill Chase, der Gründer der Chase-Band. Nachdem er in seiner Kindheit verschiedene Instrument ausprobierte, merkte er schnell, dass die Trompete ihm am ehesten lag.

In der Chase-Band spielten auch Gitarristen und Pianisten mit. Die Band nahm bis 1974 drei Platten auf, ehe Chase wegen eines Flugzeugabsturzes verstarb.

 

Kenny Dorham (1924 – 1972) war Trompeter, aber auch Sänger in der Bebop-Szene. Er spielte in zahlreichen Ensembles und Orchestern und nahm eine Unzahl an Platten auf.

 

Eine ganz lange Liste an Jazz-Trompetern gibt es hier (alphabetisch geordnet).

Posaune

Ein wichtiger Posaunenspieler war Miff Mole. Er setzte verschiedene originelle Spieltechniken ein, die den Jazz bereicherten. Seine späten Arbeitsjahre verbrachte er als Studienmusiker, bis ihn niemand mehr kannte. Natürlich setzte er dabei auch noch dieses Instrument des Jazz ein.

 

Der gebürtige Däne Kai Winding trat mit vielen amerikanischen Jazz-Musikern auf. Er war ein Bebop-Pionier, befasste sich jedoch auch mit dem Swing. Er war bekannt für seinen rauen Stil.

 

Dagegen überraschte Albert Mangelsdorff mit einem weichen Posaunenspiel. Er ist sicherlich der bekannteste deutsche Jazz-Posaunist.

 

Der Bebop-Musiker JJ Johnson war ebenfalls Posaunenspieler. Er schrieb auch viele Stücke für Filme.

 

Es gibt nicht die eine Posaune, die für den Jazz am besten geeignet wäre. Manche benutzen eine mit konischem Zug, andere entscheiden sich für ein Kupfermodell. Die Wahl der passenden Posaune hängt auch davon ab, wie sich ihr Klang in die Musik der Band einfügt.

Kontrabass: Eines der Instrumente des Jazz, das bei allen Varianten wichtig ist

Instrumente des Jazz Kontrabass

Im Jazz genügt ein 3/4-Kontrabass. Die Besonderheit ist, dass er gezupft und nicht mit einem Bogen gestrichen wird.

 

Ron Carter spielte Cello und Kontrabass. Er hat ein sehr anstrengendes Musikleben hinter sich, das auch entsprechend gewürdigt wird. Er nahm über zweitausend Alben auf!

 

Auch Scott LaFaro hat einiges zum Jazz-Bass beigesteuert. Als Vorbild diente sein Vater, der selbst ein erfolgreicher Jazz-Musiker war. Scott LaFaro lernte Saxophon und Kontrabass und entschied sich dennoch für eine Karriere als Bassist. Er spielte sehr anspruchsvolle Melodien auf seinem Instrument und hielt nichts von starren Spieltechniken.

Banjo: In welchen Jazzarten kommt dieses Instrument des Jazz zum Einsatz?

Vor allem in Dixieland und im New Orleans Jazz. Als der Swing aufkam, wechselten fast alle zur Gitarre. Doch das Dixieland-Revival bewahrte das Jazz-Banjo vor dem Aussterben.

 

Howard Alden ist als Jazz-Gitarrist bekannt. Doch nur wenige wissen, dass er grandios aus der Banjo spielen kann. Sein neuestes Banjo-Stück heißt „The Great Banjo Summit And Other Things With Strings“. Alden weiß eben, wie man Jazz mit Saiten kombiniert.

 

Johnny Baier fing 1971 das Banjo-Spielen an, da war er 15 Jahre alt. In den 70ern spielte er noch in Pizzerien. Im nächsten Jahrzehnt hatte er bereits 15 000 Zuhörer als Solist. Er wurde 2019 in die American Banjo Music Hall of Fame aufgenommen.

Gesang: Gar keines der Instrumente des Jazz?

Nun, es ist das einzige Instrument, das sich im Körper des Spielers befindet.

 

Wer nur ab und zu mal von Jazz gehört hat, wird nun verwundert sein, dass es Jazz-Sänger gibt. Tatsächlich gibt es sogar ganze Schulen, die sich auf Jazzgesang spezialisiert haben.

 

Scat ist auch gar kein richtiger Gesang. Es geht nur um die Nachahmung einzelner Melodien. Es gibt einige „Scatisten“, wie Dizzy Gillespie, Louis Armstrong oder Bobby McFerrin.

 

Beim Jazzgesang kommt es auch auf Rhythmus und Phrasierung an. Man kann einige Töne länger ertönen lassen oder Pausen an besonderen Stellen machen. Es darf also chaotischer wirken als in der klassischen Musik.

Tuba

Dieses Instrument des Jazz kam schon lange vor dem Kontrabass zum Einsatz, verschwand aber in den 1930ern fast vollständig von der Bildfläche.

 

Die Miles Davis Nonet Jazzband erweckte die Jazz-Tuba 1949 wieder zum Leben. Verantwortlich war der Tubist Bill Barber.

 

Dennoch gibt es heute mehr Möglichkeiten für Saxophon oder Trompete.

 

Deshalb spielte Howard Lewis Johnson auch das Baritonsaxophon. Er komponierte jedoch Tuba-Stücke für Blues-Musiker und gründete das Sextett Gravity.

 

Auch der berühmte Tubist Sam Silafian interessierte sich für den Jazz. Er spielte Tuba in den Musicals Much Ado About Nothing und Doctor Jazz.

Kornett

Das ursprünglichste der Instrumente des Jazz.

 

Das Kornett erlebte im Jazz dennoch eine böse Überraschung. In New York City war das Kornett eben nicht so populär wie in New Orleans oder Chicago. Dabei spielte selbst Louis Armstrong am Anfang gerne auf dem Kornett, bis er Ende der 1920er auf die Trompete umstieg. Auf dem Kornett ist die Tonauswahl nicht so reichhaltig wie auf der Trompete.

 

Jazz-Traditionalisten versuchen noch heute, das Kornett wieder in den Jazz einzubinden.

 

In den Anfangsjahren des Jazz war das Kornett das mit Abstand beliebteste Blasinstrument. Deshalb ist die Jazz-Trompete dem Kornett ähnlicher als die klassische Trompete.

Fazit

Wie wir sehen, können erstaunlich viele Instrumente im Jazz verwendet werden. Manche zwar weniger, da sie wie die Geige zu leise sind. Aber mit genügend Einfallsreichtum kann man jedes Instrument in den Jazz oder in andere Genres eingliedern. Man muss sich nur gut auskennen.