Die Kleine Trommel: Zwischen Militärmusik und Jazz

Die Kleine Trommel hat es in sich. Sie ist auch gar nicht so unwichtig, wie es scheint.

So ist das Instrument aufgebaut

– Es besitzt zwei Felle.

 

– Viele Modelle sehen recht flach aus. Dagegen erscheint ihr Durchmesser als ziemlich breit. Obwohl auch der recht gering ist. Zumindest im Verhältnis zu mittleren und großen, tiefen Trommeln.

 

– Zwei Schlägel: Das ist tatsächlich der Fall. Wie für viele Instrumente, wie das Klavier, Gitarre oder Flöte, ist nicht eine Hand alleine ausreichend.

Wie spiele ich die Kleine Trommel?

Die Schlägel werden auch „Sticks“ genannt.

 

Das Instrument ist auf einem verstellbaren Ständer fixiert. Damit ist es möglich, die Trommel auf eine höhere oder niedrigere Position zu bringen. Mit einem hohen Ständer kann der Trommelspieler auch im Stehen spielen.

 

Nachdem ein Musiker seine Position gefunden hat, nimmt er die beiden Schlägel in die Hand. Es gibt folgende zwei Griffweisen.

 

– Traditional Grip: Hier werden die beiden Schlägel jeweils anders gehalten.

 

– Matched Grip: Die geläufige Art, die Schlägel zu halten. Der Matched Grip hat sich mittlerweile durchgesetzt. Noch vor 70 Jahren verwendeten jedoch fast alle Trommler den Traditional Grip.

 

Es gibt verschiedene Schlagtechniken.

Manche Menschen kennen die Trommel nur vom Hörensagen oder haben sie ab und zu mal gehört. Sie würden zunächst einmal einen Downstroke ausüben, also einfach nur auf das Membran schlagen. Beim Rimshot wird der Rand ebenfalls von den Schlägeln berührt.

 

Für ganze Stücke, die man nicht auswendig kann, verwendet man Notenblätter.

Welche Bezeichnungen hat das Instrument noch?

Im deutschsprachigen Raum ist der Begriff „kleine Trommel“ geläufig. Zumindest bei Menschen, die traditionellere, klassische Musik spielen. Es spielt auf die geringere Größe des Instruments an, im Verhältnis zu anderen Trommeln. Es gibt auch den Begriff „Große Trommel“. Solche Instrumente sind so groß, dass man sie nur schwer hin- und hertransportieren kann. Sie müssen immer an einem Ort bleiben. Die Große Trommel klingt sehr tief klingt und hat einen Membran-Durchmesser von bis zu einem Meter. Die Kleine Trommel ist höchstens 38 Zentimeter breit.

 

Anglizismen sind häufiger in Jazz und Rock verbreitet. Österreichische oder deutsche Musiker, die dort unterwegs sind, werden eher „Snare Drum“ sagen. Auch französische Begriffe sind verbreitet. Wir werden uns noch mit einer Trommel beschäftigen, die der kleinen Trommel nicht unähnlich ist. Hier sind noch weitere, deutsche Bezeichnungen für das Instrument.

 

– Marschtrommel: Eigentlich ist das eine ganz eigene Variante der Trommelart. Die Bezeichnung Marschtrommel ist jedenfalls naheliegend, stammt das Instrument doch von Varianten ab, die vor 500 Jahren fast ausschließlich in der Armee verwendet wurden. 

 

– Rührtrommel: Eine etwas umgangssprachliche Bezeichnung für die kleine Trommel. Heute spielen die Musiker die Trommel ganz normal, indem sie mit einem Schlägel, der typischerweise aus Holz besteht, draufschlagen. Früher sind auch kreisende Bewegungen vollzogen worden.

 

Auch in Asien spielen viele Menschen auf Trommeln.

Welchen Klang hat die kleine Trommel?

Bei einer Trommel wird der Ton vom Spieler durch das Draufschlagen des Schlägers auf das Fell erzeugt. Wobei die Art und Lautstärke des Tons vom Resonanzkörper mitbestimmt wird.

 

Wir können den Ton der Snare Drum als hell und klar bezeichnen. Bei einigen Modellen ist es möglich, den Klang durch die Nutzung der Saiten zu verändern.

Eine kleine Trommel kann sehr modern aussehen.

Die Kleine Trommel hat eine interessante Geschichte

In Europa wurde sie lange Zeit fast nur zu Kriegszwecken eingesetzt. In der Antike verwendete man das Tympanon. Mit seinem Klang bzw. den für das Tympanon geschriebenen Liedern sollte der Weingott Dionysos gehuldigt werden.

 

Das Instrument, das wir heute als „kleine Trommel“ bezeichnen, gab es auch im Mittelalter noch nicht. Folgende Vorläufer hat das Instrument.

 

– Tambour: Dieses Mittelalter-Instrument wird als ihr Vorläufer angenommen. Das Tambour sieht der kleinen Trommel nämlich sehr ähnlich. In der französischen Sprache wird der Begriff für jede Art von Trommeln verwendet, wobei die deutsche Rechtschreibung auch „Tambor“ akzeptiert.

 

Ein Korpsführer wird ebenfalls als „Tambourmajor“ bezeichnet. Beim Korpsführer handelt es sich um eine Person, die die Trommler anführt. Allerdings besteht ein Spielmannszug/eine Kapelle in der Regel noch aus weiteren Musikern. Flötisten oder Kapellmitglieder, die ein Zupfinstrument spielen, werden ebenfalls vom Dirigenten angeleitet.

 

Wir wissen, dass das Tambour bereits im 13. Jahrhundert in Europa häufiger eingesetzt wurde. Als Material für die Herstellung verwendete man Holz. Im Mittelalter war das Instrument fast immer breiter als hoch. Als die Jahrhunderte vergingen, wurde die Tiefe jedoch an den Durchmesser angepasst, womit Tiefe und Breite in etwa die gleichen Maße hatten. In der Renaissance und auch heute gibt es Modelle, die deutlich tiefer sind als breit.

 

– Janitscharenmusik: Im osmanischen Reich wurden im Militär Trommeln benutzt, die der Snare Drum ähnlich waren.

 

Auch in der Neuzeit nimmt die Kleine Trommel eine wichtige Position ein

 

Das Schlagzeug wird ebenfalls oft in der Militärmusik verwendet. Ab dem 20. Jahrhundert wurde es möglich, die Snare Drum in die Jazzmusik einzugliedern. Beide Instrumentarten haben also eine ähnliche Geschichte. Doch nicht dieselbe, da beispielsweise die Janitscharen kein Schlagzeug kannten, Trommeln jedoch schon.

 

Infos zu einem weiteren Schlag-Instrument.

Für wen ist die Snare Drum geeignet?

Vielleicht denkst du ebenfalls darüber nach, das Instrument zu spielen oder hast es dir bereits gekauft. Es gibt viele Personengruppen, für die sich die Kleine Trommel eignet. Das ist bei anderen Instrumenten, wie Ziehharmonika, Klavier, Gitarre, Xylophon, Klarinette oder auch Mundharmonika nicht anders.

 

Es gibt spezielle Varianten, die für 5-jährige Kinder entwickelt worden sind. Das Membran ist das aus Kunststoff hergestellt. Dieses Material ist leichter austauschbar und billiger als Tierfell.