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Seltene Instrumente: langweilig, außergewöhnlich oder einfach?

Manche Instrumente sind wirklich merkwürdig und seltsam. Vielleicht der Hauptgrund, weshalb sie nicht so häufig verwendet werden. Manche davon sind aber einfach nur langweilig und zu gar nichts zu gebauchten.

 

Das ist ganz anders bei exotischen Instrumenten, über die es auf dieser Webseite ebenfalls einen Artikel gibt. Es lohnt sich auch, coole Instrumente anzusehen.

 

Nun aber zu den seltenen Instrumenten.

Der Capman-Stick

Eine elektrische Gitarre ohne Korpus. Das flache Griffbrett ist allerdings ein wenig länger als bei einer normalen, elektrischen Gitarre, auch hat sie in der Regel mehr Saiten. Deshalb wird der Stab alternativ auch zu den Zithern gezählt.

 

Da das seltene Instrument so lang ist, wird es im Sitzen an der linken Körperseite getragen, mit dem oberen Teil am Nacken. Ein Musiker, der den Capman-Stick im Stehen spielt, trägt ihn mit einem Gurt um sich.

 

 

Der Capman-Stick wurde zu Beginn der 1970ern vom Jazzmusiker Emmett Chapman entwickelt. Zu seiner Erschaffung verwendete er ein Stück Hartholz. Später hat man auch Harz-Hölzer verwendet, dann schließlich Graphit und Bambus.

 

Es sind um die ganze Welt fast zehntausend Capman-Sticks verteilt, daher zählt es nicht zu den unbekanntesten und seltensten Instrumenten. Du wirst aber noch überrascht werden und erstaunt sein, wenn du dich über die nächsten Instrumente informierst.

 

Der bekannteste Hersteller ist die 1974 gegründete Stick Enterprises. Derzeitige Inhaberin ist Grace Chapman, die Tochter von Emmett Chapman.

Tarka-Flöte: Die eckigste Flöte der Welt!

Ein Instrument der südamerikanischen Andenvölkern. Früher diente es zur Nachahmung von Vogelstimmen, heute wird es in der Karnevalszeit zur Tanzbegleitung verwendet.

 

Die Kernspaltflöte besitzt Grifflöcher, die in einer eingelassenen Fläche liegen, die tiefer liegen als der Rest des Rohres. Der Tonumfang des Instruments ist etwa 2,5 Oktaven groß.

 

Die Tarka-Flöte ist beliebt in Peru, Nord-Chile und West-Bolivien, es gibt sie in verschiedenen Längen. Sie wird von heimischen Handwerkern gebaut.

 

Von der Form her ist das Hartholz-Instrument ziemlich eckig, was man von bekannten Blasinstrumenten so gar nicht kennt. Dennoch gilt sie als Blockflöte. Man hält sie beim Spielen quer-senkrecht nach unten.

 

Das seltene Instrument taucht oft in Ensembles auf, wo drei oder vier Tarka-Spieler gemeinsam auftreten.

 

Wir wissen nicht, wann die eckige Flöte erfunden wurde, ebenso ist ihr Erfinder nicht bekannt. Aus präkolumbianischer Zeit sind keine Modelle bekannt; möglicherweise hatte man sie erstmals im 16. Jahrhundert entwickelt.

Bikelophon: Das seltene Instrumenten-Fahrrad

Dieses Instrument sieht aus aus wie ein Fahrrad, daher der Name. Es hat ein Rad mit Speichen und einen trapezförmigen Rahmen. Auf diesem Rahmen sind mehrere Basssaiten befestigt. Die harten Metallspeichen hingegen kannst du mit einem Bogen anstreichen. Das erzeugt ein metallisches, aber auch ein wenig singendes Geräusch, wenn man es richtig macht. Oft sind auch Glocken am Rad befestigt, damit es beim Drehen klingelt.

 

Der Vorteil am Bikelophon ist sicherlich, dass es kreative Möglichkeiten zur Ausgestaltung des Instruments gibt. Es gibt nicht nur rein mechanische Modelle, sondern auch solche mit Tonabnehmern.

 

Das seltene Instrument hat also zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten; genauso überrascht es mit zahlreichen unterschiedlichen Tönen. Es kann schrill, laut, scheußlich, warm und wundervoll klingen.

Einiges über das indische Gobijeu

Ein einfaches indisches Musikinstrument. Es besitzt eine Saite in der Mitte zwischen zwei Holzstäben und ist unten auf einem Kessel befestigt und oben mit einer Holzschraube verbunden. Beim Drehen dieser Schraube erklingt die Saite beim Anschlagen mit dem Finger höher oder tiefer.

Zählt der Octobass wirklich zu den seltenen Instrumenten?

Dieses Instrument ist mit einer Länge von mehr als drei Metern aufgestellt das höchste Saiteninstrument. Dagegen wirkt der Kontrabass mit zwei Metern vergleichsweise klein. Ein typisches Exemplar ist ganze 100 Kilogramm schwer!

 

Der Octobass ist sehr, sehr hoch und entsprechend auch recht breit. Deshalb ist der Bogen auch ziemlich groß, damit der Spieler die Saiten bequem anstreichen kann. Die Griffseite des Bogens besteht aus Hartholz, während die Saiten selbst mit einer elastischen Fläche aus Pferdehaar hergestellt sind.

 

Es sind übrigens nur drei Saiten vorhanden, in den Grundtönen C, D und G. Dies unterscheidet den Octobass vom Violoncello, das keine C-, sondern eine D-Saite besitzt.

 

Der Spieler berührt das Griffbrett beim Spielen nicht, da das Instrument so hoch ist. Stattdessen bedient er, ähnlich wie bei einer Orgel, ein Pedal mit mehreren Tasten und auch Hebeln. Durch das Bedienen der Hebeln und Tasten werden die Saiten auf dem Griffbrett von Klammern berührt.

 

Das seltene Instrument gibt ein sehr tiefes, knurrendes Geräusch von sich. Es ist eigentlich kaum zu glauben, dass es so extrem selten eingesetzt wird.

 

Der Octobass wurde 1850 vom besonders produktiven Geigenbauer Jean-Baptiste Vuillaume aus Frankreich entwickelt. Der bekannte Komponist Hector Berlioz brachte ihn auf die Idee, wobei auch andere Komponisten dieser Zeit Fans des Instruments gewesen sind.

 

Wie selten das Instrument ist, wird einem klar, wenn man weiß, dass es vom Octobass nur 7 Exemplare gibt. Die meisten davon sind in Museen ausgestellt. Das Symphonieorchester in Montreal, Quebec, Kanada besitzt den einzigen Octobass weltweit, auf dem man überhaupt richtig spielen kann. Das Instrument ist stationär im Konzertsaal angebracht.

 

Die Messe der Heiligen Cäcilia kommt nicht ohne den Octobass aus.

Lur: Die einfachste Trompete der Welt?

Die Welt der altmodischen Naturtrompeten kann sehr vielfältig sein. Die Lur ist eine der einfacheren Naturhörner, sie besitzt nicht einmal Grifflöcher. 

 

Die Lur ist kompakt gestaltet mit einem geschlängelten Rohr, um sie leichter transportieren zu können, das ist mit bis zu 2 Metern nicht allzu kurz.

 

Das seltene Instrument ist gleichzeitig auch uralt: die ältesten Funde aus Skandinavien und Deutschland wurden auf das Jahrhundert vor der Geburt von Jesus datiert. Sie dienten dazu, Soldaten im Krieg zu kommandieren. Später war die Lur bei den Wikingern beliebt.

Pyrophon: Die Gasorgel mit zahlreichen Reagenzgläsern

Das Pyrophon ist ein orgelähnliches Instrument: es wird mit Tasten angeschlagen, und dies erzeugt dann eine Explosion. Durch die Vibration in der Pfeife entsteht das für die Orgelmusik charakteristische Geräusch. Wobei erst einmal Wasserstoff mit einem Gas verbrannt werden muss. Auf jeden Fall hat der Physiker Georges Kastner 1875 auf dieses Prinzip aufmerksam gemacht und sich dann an den Bau des ersten Pyrophons gemacht.

 

Viele Pyrophon-Modelle werden mit Propangas betrieben, manche auch mit Benzin.

 

Die Dampforgel ist das Instrument, das dem Pyrophon am ähnlichsten ist. Auch sie ist ein typisches Instrument des 19. Jahrhunderts.

 

In jüngerer Zeit gibt es einige bemerkenswerte Versuche, das Pyrophon aus seinem Grab auferstehen zu lassen.

Seltene Instrumente: Die Tanzmeistergeige ist auch als Pochette bekannt

Die Bezeichnung Pochette für die Tanzmeistergeige kommt aus dem französischen, da es in eine Tasche passen soll. Der Geschichtserzählung nach konnten Minnesänger sie leicht in ihrem Lederbeutel verstauen. Von früheren Geigenspielern wurde die Tanzmeistergeige ebenfalls als praktischer angesehen. Dennoch ist sie mit einer Länge von bis zu 30 Zentimetern nicht erheblich kürzer als die Geige.

 

Vom Spätmittelalter bis in die Renaissance hinein war die Tanzmeistergeige ein Instrument für festliche Anlässe, doch sich wurde auch von Straßenmusikern verwendet. Doch vor allem sind sie dafür bekannt, von Tanzlehrern verwendet worden zu sein (daher der Name Tanz-Meister-Geige). Sie begleiteten damit ihre Tanzschüler, das waren meist junge Adelige oder Studenten.

 

Bereits zur Zeit der Wiener Klassik schien die Tanzmeistergeige ihren Zenit überschritten zu haben. Leopold Mozart beschrieb sie in einem Aufsatz von 1756 als „veraltet“. Wertvolle, erhaltene Exemplare können wir heute in Museen besichtigen. Manche davon haben unterhalb des Korpusses einen Fächer zur Verzierung.

Hang-Trommel: Haben Außerirdische diese Klangskulptur entwickelt?

Ein ufoförmiges Instrument aus zwei miteinander befestigten Halbschalen aus Stahl. In der Regel schlägt man sie mit den Fingerkuppen an. Auch die Zungentrommel sieht aus wie ein Ufo, allerdings wird diese vorwiegend mit Stäben angeschlagen.

 

Auf dem seltenen Instrument sind 7 – 9 Löcher eingearbeitet. Mit den Fingerkuppen angespielt, kommen so verschieden hohe Klänge zustande. Die Hauptnote wird erzeugt, indem man die oberste Stelle des Objekts anschlägt. Weiter unten befinden sich im Kreis angeordnet die Tonfelder.

 

Die Hang-Trommel (oder besser „Handpan“) wurde erstmals 1999 in Bern / Schweiz entwickelt, von Sabina Schärer und Felix Rohner. Auf Standarddeutsch übersetzt heißt sie Handtrommel, da „Hang“ im bernisch-alemannischen Dialekt einfach Hand heißt.

 

Das Ufo-Objekt ist 52 x 24 Zentimeter groß, es gibt auch größere und kleinerer Varianten.

 

Die PANArt Hangbau AG war die einzige Firma, die Hang-Trommeln herstellte. Mittlerweile gibt es eine Reihe von Unternehmen, die Hang-ähnliche Trommeln herstellen, die wir als Steel Drum bezeichnen. Die Hang-Drum ist bloß eine moderne Variante der Steel Drum.

Die Kontrabass-Balalaika

Die Kontrabass-Balalaika ist eine Balalaika-Gitarre, die den mit Abstand größten Korpus und das längste Griffbrett hat. Tatsächlich gibt es Modelle in sehr unterschiedlichen Größen, manche davon sind ziemlich klein. Das Problem an diesen Extrem-Varianten besteht darin, dass sie schwieriger anzuspielen sind. Bei den Bass-Balalaikas muss man beispielsweise den linken Arm ganz weit strecken, um auf sämtliche Bünde des Griffbretts zugreifen zu können.

 

Alle Balalaikas haben drei Saiten gestimmt in EAD und einen dreieckigen Korpus. Dieser kann kreativ bunt verziert sein, er kann auch glänzend-braun aussehen, schwarz oder in seiner Naturfarbe braun gehalten sein.

 

Das Instrument Balalaika behandeln wir ausführlicher in diesem Artikel.

Branching Corrugahorn: Ein paar Plastikröhrchen, und was noch?

Das „Verzweigte Curruga-Horn“ sieht irgendwie aus wie ein Außerirdischer mit schlaffen Beinen – oder wie ein Tintenfisch. Der Spieler bläst oben in die Öffnung, anschließend gerät die Atemluft in eine Kammer und schließlich durch die drei Schlauchröhren nach außen, was drei separate Töne erzeugt. Es ist möglich, ein, zwei oder alle drei der Öffnungen zu verschließen. Die Tönhöhe hängt aber vom Drück der Luft ab, also wie schnell oder langsam der Spieler von oben reinbläst.

 

Das Branching Corrugahorn ist zwar ein seltenes Instrument, doch der entstehende Ton ist keineswegs langweilig. Man merkt allerdings, dass er nicht von einer riesigen Orgel kommt, sondern von einem kleineren Instrument. Doch das Gepfeife sollte jeder schon einmal gehört haben.

 

Das seltene Instrument wurde vom Schriftsteller Bart Hopkin erfunden, der sich sein Leben lang mit experimentellen Instrumenten beschäftigt hat.

Seltene Instrumente: Alles über die uralte, jedoch moderne Dizi

Eine Querflöte mit einer Länge von mehr als einem halben Meter. Sie wird zwar quer gehalten, doch nicht unbedingt wie die bekannte westlichen Querflöten am oberen Ende in den Mund genommen, sondern weiter in der Mitte.

 

Chinesen sagen zur Dizi auch „Chinesische Bambusflöte“. Tatsächlich wird das Instrument aus den verschiedensten Bambusarten hergestellt.

 

Die Dizi hat eine sehr, sehr lange Geschichte. Gegen Ende der Steinzeit wurde das Instrument aus Knochen hergestellt, es hatte schon damals mehrere Grifflöcher. In den letzten 200 Jahren gab es einige Veränderungen. Es wurden vollchromatische Versionen der Dizi geschaffen und Varianten aus mehreren einzelnen Bambusstücken hergestellt.

Xun: Das letzte chinesische Instrument für heute

Ein kugelförmiges Keramik- oder Tonkonstrukt mit einem spitzen „Ausgang“ / Loch. Dieses Mundstück zeigt aufgestellt nach oben in den Himmel oder an die Decke. Insofern hat es Ähnlichkeiten mit einem Ei. Um als Musikinstrument zu dienen, muss es innen hohl sein.

 

An den Seiten des seltenen Instruments sind mehrere Löcher angebracht, die beim Spielen abgedeckt werden. Manche Modelle haben nur fünf davon, andere zehn oder noch mehr. Die ältesten bekannten Xuns besitzen nur ein einziges.

 

Es handelt sich um ein Blasinstrument. Manche Spieler nehmen das spitze Loch an der oberen Seite spitz in den Mund, andere halten zum Instrument einen kurzen Abstand ein. In letzterem Fall besteht das Problem, dass zusätzlich zum Klang ein rauschendes Geräusch entsteht, da der Spieler auch den Rand anbläst.

 

Die Xun ist ein uraltes Instrument. Manche Forscher gehen davon aus, es werde in China bereits seit 7 000 Jahren verwendet. Andere datieren die Entwicklung der heute gebräuchlichen Xun auf die Zeit der Xia-Dynastie, die vor fast 4 000 Jahren im östlichen Teil Chins herrschte.

 

Ein Besitzer kann die Xun mit warmem Wasser auch innen waschen (sollte vor dem nächsten Spielen aber warten, bis das Objekt trocken ist).